Lesezeit: Thriller-Empfehlungen für die dunkle Jahreszeit

Das Fundstück, Frank Kodiak, Thriller Empfehlungen
Die vorgestellten Bücher sind persönliche Empfehlungen von mir und dieser Beitrag kein Bestandteil einer Zusammenarbeit.

Es ist kein Geheimnis: Ich bin ein absoluter Thriller-Fan! Besonders die dunkle Jahreszeit eignet sich hervorragend dafür, Bücher aus diesem Genre zu lesen. Ich möchte euch einige der Thriller vorstellen, die mich im letzten Jahr begeistert haben – zwei davon waren sogar meine absoluten Jahreshighlights meiner gesamten Leseliste!

Schnapp dir also deine Kuscheldecke, mach dir einen Tee und nimm Platz auf deiner Couch – es wird mit diesen Büchern nämlich richtig spannend! Die Vorstellung erfolgt natürlich spoilerfrei, damit nichts verraten wird.

 

Taylor Adams: No Exit

„In den Bergen von Colorado gerät die junge Darby Thorne in einen Schneesturm und sucht Zuflucht in einer Raststätte. Dort trifft sie auf eine Gruppe von Schutzsuchenden. Darby scheint in Sicherheit zu sein. Doch auf dem Parkplatz macht sie eine schreckliche Entdeckung: Im Fond eines Vans sieht sie ein gefesseltes Mädchen. Wie Eiswasser schießt die Erkenntnis durch Darby: Der brutale Täter muss unter den Anwesenden sein. Aber es gibt keine Verbindung nach außen, keine Fluchtmöglichkeit. Darby muss das Mädchen retten – und die Nacht überleben …“ (Quelle: Random House)

Wir fangen direkt mit einem Kracher an: Dieses Buch war mein Jahreshighlight 2019! Ich habe es im Urlaub an einem thailändischen Strand innerhalb von nur wenigen Stunden verschlungen und konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Das Buch war unfassbar gut und für einen Thriller entsprechend durchweg spannend. Die Geschichte war packend, emotional und realistisch – zumindest in den weitesten Teilen. Unvorhersehbare Wendungen waren für mich das i-Tüpfelchen – und am Ende musste ich sogar ein paar Tränen verdrücken. War für mich ein absoluter Zufallskauf und damit auch ein Zufallstreffer!

Geeignet für: Thriller-Liebhaber; Thriller-Anfänger; Leser, die keine reinen Mordgeschichten lesen möchten

 

Vincent Kliesch: Auris

„Die kleinste Abweichung im Klang einer Stimme genügt dem berühmten forensischen Phonetiker Matthias Hegel, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden. Zahlreiche Kriminelle konnten mit seiner Hilfe bereits überführt werden. Hat der Berliner Forensiker nun selbst gelogen? Allzu freimütig scheint sein Geständnis, eine Obdachlose in einem heftigen Streit ermordet zu haben. Die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge, darauf spezialisiert, unschuldig Verurteilte zu rehabilitieren, will unbedingt die Wahrheit herausfinden. Doch als sie zu tief in Hegels Fall gräbt, bringt sie nicht nur sich selbst in größte Gefahr …“ (Quelle: Droemer Knaur)

Auch Auris habe ich im Urlaub gelesen – das ebenfalls innerhalb eines einzigen Tages! Viele – und so auch ich – kommen durch die Verbindung zu Sebastian Fitzek auf dieses Buch. Die Idee stammt von ihm, umgesetzt wurde der Roman aber von Vincent Kliesch. Ein für mich tolles, neues Szenario – denn mit dem Fokus auf Phonetik habe ich noch keinen Thriller geschweige denn  Roman gelesen! Allein die Thematik sprach mich daher an und so tat es dann auch die Umsetzung und Entwicklung der Geschichte. Tolle und authentische Charaktere, eine spannende und vor allem packende Entwicklung – man möchte die Details kennen, man möchte wissen, wie es weitergeht. Unbedingt!

Geeignet für: Thriller-Liebhaber; Thriller-Anfänger; Leser, die keine reinen Mordgeschichten lesen möchten; Spannungsliebhaber

 

Chris Carter: Kruzifix Killer

„Los Angeles: Die Leiche einer wunderschönen Frau wird gefunden, zu Tode gequält und bestialisch verstümmelt. Keinerlei Spuren. Bis auf ein in den Nacken geritztes Kreuz, ein Teufelsmal: das Erkennungszeichen eines hingerichteten Serienmörders. Detective und Profiler Robert Hunter wird schnell klar, dass der Kruzifix-Killer lebt. Er mordet auf spektakuläre Weise weiter. Und er ist Hunter immer einen Schritt voraus – denn er kennt ihn gut. Zu gut.“ (Quelle: Ullstein Buchverlage)

Ein Thriller, der z.B. laut Goodreads Bewertungen polarisiert – den ich aber einfach nur gut fand! Er war storyseitig sicher nicht der allerbeste Thriller, aber der gesamte Fall und die Spannung, die Carter in seinen Büchern aufbaut, ist wahnsinnig fesselnd. Auch diesen Thriller hatte ich in recht kurzer Zeit durch – länger als einen Tag habe ich nicht dafür gebraucht. Ein super Serienkillerfall und ein toller Auftakt zur gesamten Reihe von Carter!

Geeignet für: Serienkiller-Thriller-Fans, Spannungsliebhaber

Thriller Empfehlungen: Todesfrist (Andreas Gruber), Der Kruzifix Killer (Chris Carter)

Andreas Gruber: Todesfrist

„»Wenn Sie innerhalb von 48 Stunden herausfinden, warum ich diese Frau entführt habe, bleibt sie am Leben. Falls nicht – stirbt sie.« Mit dieser Botschaft beginnt das perverse Spiel eines Serienmörders. Er lässt seine Opfer verhungern, ertränkt sie in Tinte oder umhüllt sie bei lebendigem Leib mit Beton. Verzweifelt sucht die Münchner Kommissarin Sabine Nemez nach einer Erklärung, einem Motiv. Erst als sie einen niederländischen Kollegen hinzuzieht, entdecken sie zumindest ein Muster: Ein altes Kinderbuch dient dem Täter als grausame Inspiration – und das birgt noch viele Ideen …“ (Quelle: Random House)

Gruber gehört in Deutschland wohl auch zum Standardrepertoire, was Thrillerautoren betrifft. Hier mochte ich besonders die Referenz zum Kinderbuch und die beiden Hauptcharaktere sehr. Beide sind sehr authentisch und sehr unterschiedlich, zusammen dann aber eben ein großartiges Team, das man auch in nachfolgenden Bänden von Gruber wieder trifft. Nach und nach setzte sich das große Ganze zusammen – genau so, wie es in einem guten Kriminalfall der Fall sein muss. Der Thriller hat mich nicht 100%ig in seinen Bann gezogen und ich hatte nicht dieses „Ich muss unbedingt JETZT wissen, wie es weiter geht“-Gefühl, was ihn aber trotzdem nicht zu einem schlechten Thriller macht! Ich würde ich durchaus dennoch empfehlen.

Geeignet für: Thriller-Anfänger

 

Ethan Cross: Ich bin die Nacht

„Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein Spiel mit Ihnen spielen.“ (Quelle: Bastei Lübbe)

Ich war teils sehr hin und her gerissen während des Buches. Es hat für mich grandios gestartet – Serienkiller wie Ackerman sind genau mein Ding, wenn es um Thriller geht. Die erste Hälfte des Buches habe ich verschlungen – dann zog sich die ganze Geschichte leider etwas und es wurde immer verwirrender. 100 Seiten vor dem Ende habe ich überlegt, ob ich es überhaupt zu Ende lese. Habe ich dann getan und war vom Ende dann doch mehr als überrascht! Ein Thriller mit Höhen und Tiefen, durchaus gutem Potenzial, einem interessanten Killer, aber mit Marcus kam ich nicht so ganz auf einen Nenner. Die weiteren Teile der Reihe werde ich aber auf jeden Fall lesen! Und deshalb führe ich den Thriller hier auch auf – weil er durchaus die Neugier auf „mehr“ geweckt hat.

Geeignet für: Serienkiller-Thriller-Fans; Thriller-Reihen-Liebhaber; Leser, die „härtere“ Thriller mögen

Thriller Empfehlungen, Das Fundstück, Achtsam morden

Karsten Dusse: Achtsam morden

„Björn Diemel wird von seiner Frau gezwungen, ein Achtsamkeits-Seminar zu besuchen, um seine Ehe ins Reine zu bringen, sich als guter Vater zu beweisen und die etwas aus den Fugen geratene Work-Life-Balance wieder herzustellen. Denn Björn ist ein erfolgreicher Anwalt und hat dementsprechend sehr wenig Zeit für seine Familie. Der Kurs trägt tatsächlich Früchte und Björn kann das Gelernte sogar in seinen Job integrieren, allerdings nicht ganz auf die erwartete Weise. Denn als sein Mandant, ein brutaler und mehr als schuldiger Großkrimineller, beginnt, ihm ernstliche Probleme zu bereiten, bringt er ihn einfach um — und zwar nach allen Regeln der Achtsamkeit.“ (Quelle: Random House)

Mein zweites Jahreshighlight – und per se erstmal kein Thriller, sondern eher ein Krimi und Achtsamkeitsratgeber in einem. Wieso steht „Achtsam morden“ in dieser Liste? Weil das Buch unheimlich Spaß macht und mal etwas ganz anderes ist, aber dennoch auf alle guten Elemente eines guten Krimis/Thrillers setzt. Lass dich darauf ein, mir hat er wirklich sehr gefallen – auch eine absolute Überraschung 2019! Ich habe das Buch bereits hier ausführlich und spoilerfrei rezensiert.

Geeignet für: Krimi-Fans; Achtsamkeitsinteressierte; alle, die mal lachen möchten (:

 

Frank Kodiak: Das Fundstück

„Kommissar Olav Thorn ahnt nichts Gutes, als er zu einem bizarren Fund an den Bremer Busbahnhof gerufen wird: Im Gepäckraum eines Reisebusses aus Dortmund ist ein Koffer zurückgeblieben – mit grauenvollem Inhalt, sowie einem Zettel mit der Botschaft: »Ich packe meinen Koffer, und auf die Reise geht …?« Noch bevor die Ermittlungen in Bremen richtig in Gang kommen, erreicht den Kommissar eine Nachricht aus Berlin: Auch am dortigen Busbahnhof ist ein Koffer mit Leichenteilen aufgetaucht. Wieder ist dieselbe Botschaft beigelegt. Thorn und seine Berliner Kollegin Leonie Grün tragen fieberhaft Puzzlestück für Puzzlestück zusammen, doch der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus. Und er ist noch lange nicht am Ende seiner Reise angelangt.“ (Quelle: Droemer Knaur)

Ein Zufallskauf am Bahnhof – und damit sehr passend zur eigentlichen Geschichte! Denn dieser Thriller spielt auf Reisen. Der Klappentext hat mich direkt angesprochen, auch wenn er mehr als knapp formuliert ist. Die Geschichte fand ich direkt ziemlich mitreißend und die ganze Idee mit dem Fernbusmörder war genau meins und mal wieder etwas Neues – und doch sehr passend zur immer weiter wachsenden Präsenz der Fernbusbranche. Der Hauptstrang der Geschichte hat mich total mitgerissen und ich war die ganze Zeit auf die Auflösung gespannt, die am Ende dann für mich aber ein paar Schwächen hatte. Dennoch ein guter Thriller, der besonders auf Reisen gut unterhalten kann!

Geeignet für: Reisende, Thriller-Anfänger, Spannungsliebhaber

 

 

Ich hoffe,  mindestens einer dieser Thriller hat jetzt deine Neugier geweckt – und vielleicht hast ja auch du noch einen Thriller Tipp für andere? Schreib ihn gern in die Kommentare! Viel Spaß beim Lesen!

 

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Die vorgestellten Bücher sind persönliche Empfehlungen von mir und dieser Beitrag kein Bestandteil einer Zusammenarbeit.

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