#darumbloggen – Wieso ich blogge

#darumbloggen – Wieso ich blogge

Blogs gibt es wie Sand am Meer. Nahezu jeder Blogger bekommt mindestens einmal die Frage gestellt: Muss es denn wirklich noch ein Blog sein? Wer soll das alles lesen? Wieso bloggst du überhaupt? Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade des Onlinenetzwerks Sachsen – in der es Antworten gibt. Bloggen ist vor allem: Ein Hobby.

 

Warum hast du mit dem Bloggen angefangen?

Ich schreibe gern. Damit wäre der wichtigste Punkt bereits genannt. Ich habe schon mein ganzes Leben lang gern geschrieben, bereits als Kind steckte all meine Fantasie in den Geschichten, die ich erzählte und aufschrieb. Manche davon habe ich heute noch und bin mir selbst dankbar, dass ich sie bereits damals zu Papier gebracht habe.

Ein Blog geht jedoch über das bloße Schreiben hinaus. Es ist das Gesamtpaket – man ist Content Creator, Webdesigner, Organisator – Kreativkopf. Mir hat all das schon immer viel Freude bereitet. In den letzten Jahren habe ich mir aber leider aufgrund all der Verpflichtungen, die mit dem Erwachsenwerden auf einen zukommen, immer weniger Zeit für eigene Hobbies genommen. Bis ich quasi keine mehr hatte. (Mehr dazu könnt ihr hier lesen) Der Blog ist also auch das für mich – ein Hobby, das mir Spaß macht. Für das ich mir gern Zeit nehme. Bei dem ich mich kreativ ausleben und vor allem abschalten kann.

Darüber hinaus ist ein Blog etwas ganz eigenes. Ein Account auf Instagram, Facebook, Twitter – das ist schön, aber eben immer an ein Netzwerk gebunden. Der Blog gehört mir. Hier kann ich alles nach meinen Regeln aufbauen, gestalten und eben ganz an meine Gedanken anpassen. Das kann mir niemand nehmen. Und wer weiß, ob ein Instagram Account in ein paar Jahren noch die Bedeutung hat, die er heute besitzt. Mein Blog? Der bleibt. Unabhängig von den Entwicklungen anderer Netzwerke. Ich bin unabhängig und nutze diese zur Unterstützung.

 

Was motiviert dich, immer weiter zu machen?

Die Motivation kommt bei mir ganz von allein. Zugegeben – manchmal mehr und manchmal weniger. Aber es gibt immer wieder Phasen, wo ich viel zu viele neue Ideen für den Blog habe und diese dann auch gern direkt umsetzen möchte. Man bloggt nur gut, wenn man es auch gern macht. Wer aus extrinsischen Gründen einen Blog betreibt, wird daran keine Freude haben. Genau die braucht es aber, um dabei zu bleiben.

Zudem: Der Austausch mit anderen Bloggern. Ich kenne viele, die zeitgleich mit mir angefangen haben und die ich in einer Community kennenlernte. Zuzusehen, wie alle wachsen, sich weiterentwickeln und die wildesten und kreativsten Ideen umsetzen – das motiviert und spornt an!

 

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Über welche Hürden bist du bereits gestolpert?

Weder das Webdesign, die Content Erstellung oder Grafik waren Probleme für mich. Was ich aber unterschätzt habe und wovor ich heute echten Respekt habe, ist die rechtliche Seite des ganzen Blogbusiness. Am Anfang fand ich das Thema unheimlich erschlagend, da man eben nicht einfach seinen Blog erstellt und damit fertig ist. Mit den Gesetzen und Rechten, die das ganze mit sich bringt, hatte ich mich vorher nie beschäftigt. Heute würde ich aber sagen, dass ich einen guten Überblick habe. Einige Dinge schaue ich aber dennoch immer mal wieder nach.

 

Was würde dich dazu bringen, mit dem Bloggen aufzuhören?

Ich bin ja jetzt noch nicht allzu lang dabei, aktiv erst seit Mai 2017. Für mich steht aber fest, dass ich mir eine Auszeit gönne oder gänzlich aufhöre, wenn ich mich zum Bloggen und allem, was daran hängt, zwingen muss. Wenn es mir keine Freude mehr bereitet.

 

Mit welchen Illusionen bist du an die Sache herangegangen und wie haben sich deine Ziele im Laufe der Zeit gewandelt?

Dass ein Blog viel Arbeit ist, war mir zum Glück von Beginn an klar. Sonst wäre ich wahrscheinlich direkt aus allen Wolken gefallen. Die Blogszene selbst ist aber ein Mysterium für sich – man muss seinen Platz finden. Viele sehen einen als Konkurrenz, viele unterstützen sich aber genauso gegenseitig. Dass sich aber viele wirklich so abgrenzen, um ihr eigenes Süppchen zu kochen und Wissen im Silo halten, befürworte ich absolut nicht. Ich bin froh, dass ich von Beginn an andere Blogger hatte, mit denen ich mich austauschen konnte. Hier war es vielleicht sogar förderlich, dass wir alle ganz am Anfang standen und uns wirklich unterstützt haben.

Meine Ziele sind immer noch die gleichen wie vor einem Jahr. Das liegt aber sicher auch daran, dass ich mein Konzept vorher wirklch ausführlich ausgearbeitet habe. Hier kommt mit mein Einstiegsalter von 27 sicher etwas zu Gute. Man geht strukturierter und nüchterner an sowas ran. Mit 21 hätte ich sicher erst nach einem halben Jahr hinterfragt, was und wieso ich das alles eigentlich mache.

 

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Was hast du beim Bloggen gelernt?

Bisher wirklich viel. Auch hier erwähne ich gern den Rattenschwanz, der an einem Blog eben so dranhängt. Rechtlich bin ich viel sicherer und auch meine Selbstorganisation hat sich sehr verändert. Ich weiß, wie ich an neue Projekte rangehen und vorher meine Hausaufgaben machen muss sowie jede Kooperation hinterfragt sein will. Wir sind Allrounder: Wir schreiben redaktionelle Beiträge, fotografieren und bearbeiten die Fotos, wir erstellen und überarbeiten unsere Webseiten, wie erstellen und managen Content, pflegen aktiv oft mehrere Kanäle parallel, vermarkten uns – und das alles oft in unserer Freizeit neben Vollzeitjob, Freunden, anderen Hobbies und Familie.

 

Und was würdest du Anfängern raten?

Ich bin zwar selbst noch Anfänger, aber: Just do it! Wenn du bloggen möchtest, probier es aus! Es geht nichts über ein eigenes, kleines Projekt, das niemandem außer dir gehört. Leb deine Kreativität aus und erstelle den Content, den dir das Internet eventuell selbst nicht bietet.

 

 

Was sind deine Gründe für oder gegen das Bloggen?

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8 Kommentare

  1. März 8, 2018 / 9:15 am

    Servus aus München,

    wir bloggen, weil uns irgendwann immer mehr Freunde auch gesagt haben, dass wir doch über unsere ganzen Erfahrungen beim Reisen oder High-end Events einfach mal bloggen sollen.

    Außerdem ist der Blog für unsere Firma das perfekte Medium, bei dem wir selbstbestimmt Inhalte kreieren können und nicht von Algorithmen diverse Plattformen abhängig sind.

    LG

  2. März 8, 2018 / 11:22 am

    Hallöchen 🙂

    Ich habe 2016 mit dem Bloggen begonnen, weil ich gerne meine Gedanken aufschreibe. Ich bin eher ruhig und zurückhaltend, aber wenn ich Papier und Stift in die Hand gedrückt bekomme und meiner Kreativität freien Lauf lassen kann, schießen die Wörter nur aus mir heraus. Nach mehreren langen Pausen und 2 Neuanfängen, blogge ich jetzt seit Anfang des Jahres endgültig wieder.

    Liebe Grüße
    Hella

  3. März 21, 2018 / 10:53 am

    Hallo Mira,
    ich bin durch einen anderen Blog auf deinen aufmerksam geworden und finde ihn einfach klasse! Lass dich nicht vom Bloggen abbringen und behalte deinen Spaß daran, das ist das Wichtigste. Du machst das gut! Ich habe deinen Post auch in meinem letzten Beitrag verlinkt. Ich blogge, weil ich mich damit kreativ austoben kann und dadurch auch ein neues Hobby gefunden habe. Man lernt viel und das weiß ich sehr zu schätzen.
    Liebe Grüße
    Desirée

    • März 22, 2018 / 10:13 am

      Danke für das sehr schöne Lob, Desirée! Darüber freut man sich einfach immer. 🙂 <3

  4. April 3, 2018 / 3:07 pm

    Ich habe auch 2017 mit dem Bloggen angefangen und fand Deinen Post sehr spannend. Eine tolle Einstellung und Motivation hast Du.
    Wünsche Dir auch weiterhin total viel Freude mit Deinem Blog,

    liebe Grüße,
    Mo

  5. April 11, 2018 / 4:27 pm

    Mein Blog ist noch ein bisschen jünger als Deiner, aber ich kann Dir in den meisten Punkten aus vollem Herzen zustimmen. und ja, wenn ich den Druck habe, ich müsste unbedingt einen Blogartikel lifern, habe ich keine Idee. Wenn ich dann loslasse , kommt sie von selbst.
    Liebe Grüße Claudia

    • April 12, 2018 / 9:35 am

      Unter Druck arbeitet es sich wirklich nicht gut. Vor allem nicht kreativ! Und das sind wir ja alle irgendwo auf unseren Blogs. (:

  6. Mai 6, 2018 / 8:56 am

    Huhu,

    Schade, dass die Blogparade schon vorbei ist. Vielleicht nehme ich das Thema einfach als Inspiration 🙂
    Ich blogge seit 2012 und bin etwas traurig, wenn ich die Entwicklung der Blogs sehe. Viele der Blogs aus meiner – ich nenns mal so: – Generation, haben ihre Blogs geschlossen. Zeit, Leben, Lust oder Professionelles sind ihnen dazwischen gekommen. Und heute: Kaum jemand startet mehr “Hals-über-Kopf” und ohne “Konzept”, das nimmt dem Ganzen manchmal den Charme. Aber so ist es eben. Alles ändert sich 🙂

    Ich wünsch dir weiterhin viel Spaß mit deinem Blog!
    Liebe Grüße > sara

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