Es ist kalt draußen.

Es ist kalt draußen.

Es ist trüb draußen. Grau. Nass. Die Sonne findet keinen Weg durch die Wolkendecke. Schneeflocken fallen vom Himmel, tanzen im Wind und landen sanft auf der Erde. Kalt ist es. Der Schnee bleibt liegen. Und wird Stunde für Stunde mehr. Bedeckt die Straßen – und alle, die draußen unterwegs sind, in Stiefeln durch den Schnee stapfen, fluchen. Es ist kalt. Und jeder sucht die Wärme. Bleibt zuhause, wärmt sich mit einer Decke oder draußen mit Schal, Mütze und Handschuhen. Es bleibt kalt.

Es ist Sonntag. Wenn ich aus dem Fenster blicke, sehe ich blaue Wolken. Das Thermometer zeigt 21 Grad. Die Temperaturen steigen täglich – 28 Grad. Das Maximum der kommenden Woche. Das Leben kehrt in die Straßen zurück, die Menschen gehen wieder gern raus. Die Natur erwacht – und ebenso der Mensch. “Wollen wir zum See fahren?”, “Lust auf eine Abkühlung? Wir könnten Eis essen!”, “Ich möchte heute nicht in der Wohnung bleiben!” – plötzlich möchte jeder wieder raus. Die Sonne erleben. Die Wärme auf der Haut spüren. Das Leben genießen.

Der Winter nimmt dem Menschen das Leben. Die Menschen? Nicht nach draußen zu locken. Weil vieles nicht möglich scheint. Obwohl der Mensch doch gern in der Natur ist. Und auch im Winter die Sonne Gesicht zeigt – und einen auch in der kalten Jahreszeit wärmt.

Es gibt sie – die Menschen, die den Winter lieben. Ich gehöre dazu. Der Winter ist für mich die beste Zeit im Jahr. Und jedes Jahr fällt er gefühlt kürzer und milder aus – Klimawandel zum anfassen. Dabei möchte ich ihn gar nicht besser als andere Jahreszeiten darstellen – denn jede hat ihren ganz individuellen Reiz. Der Winter leidet jedoch unter seinem schlechten Image. Dem Bild, das alle von ihm haben. Winterdepression. Kälte. Schneematsch. All das ist für den Menschen negativ. Aber wie wunderbar es ist, mit den wärmenden Stiefeln durch die größten Schneeberge zu klettern, den Schneeflocken beim tanzen zuzusehen, zu beobachten, wie sich Eiskristalle an Glasscheiben bilden, sich dort festsetzen. Nach hause kommen und spüren, wie der Körper wieder aufwärmt. Faser für Faser, Zelle für Zelle. Das ist der Winter. Hallo!

Es sind wie immer unsere Gedanken und unser Erlebtes, das Bilder im Kopf verankert. Lasst euch auf den Winter ein. Und wenn ihr seine schönen Seiten erkannt und erfahren habt, werdet ihr euch genauso sehr auf ihn freuen wie auf den Frühling. Und den Sommer.

Es ist kalt draußen. Und das ist gut.

 

 

 

 

 

8 Kommentare

  1. Mai 22, 2017 / 7:40 am

    Der Winter hat definitiv auch schöne Seiten. Ich liebe es warm eingepackt draußen spazieren zu gehen und dann wieder nach Hause zu kommen, überall Kerzen an zu zünden und Tee zu trinken. Der Winter ist einfach gemütlich. Eigentlich habe ich gar keine Lieblingsjahreszeit. Jede Jahreszeit hat etwas, was ich liebe und etwas, was ich nicht mag.

    Liebe Grüße,
    Saskia-Katharina

    • Mai 22, 2017 / 11:50 am

      Genau das liebe ich am Winter auch so. 🙂 Und du hast absolut recht – jede Jahreszeit hat ihre Vor- und Nachteile. Weshalb man sich auf jede freuen kann! Und nicht nur auf den Sommer.
      <3, Mira

  2. Mai 23, 2017 / 6:01 am

    Wieder sehr schön geschrieben! bin gerade in Neuseeland und es wird Winter. Werde auch das genießen! Ganz liebe Grüße Laura

  3. Mia Marie Louise
    Mai 23, 2017 / 10:29 am

    Mal wieder ein wunderbarer Beitrag von dir liebes. Ich muss sagen, ich liebe den Sommer. Aber im Winter werde ich wieder zum Kind und bin ebenfalls so gerne draussen !

    Ganz Liebe Grüße – Mia von http://takemeback-tothestars.blogspot.de/

  4. Mai 23, 2017 / 6:36 pm

    Ich bin ein Mensch, den der Winter zu einer komplett anderen Person macht. Mir fehlt dann einfach die Lebensenergie und die Motivation für alles – so furchtbar. Sobald der Frühling kommt, merke ich, wie meine Laune täglich besser wird 🙂

    Liebe Grüße,
    Rebecca
    http://rebecissima.com

  5. Mai 23, 2017 / 8:42 pm

    Den Text hast du echt schön geschrieben, aber ich bin leider auch gar kein Wintermensch. Mir geht es ähnlich wie Rebecca. Bei Sonne und Sonnenschein bin ich so viel glücklicher und voller Energie.

    Liebe Grüße, Samira

  6. Mai 24, 2017 / 6:21 am

    Ein schöner Beitrag!
    Du hast recht, wenn man die Dinge (und Jahreszeiten) so annimmt wie sie sind und das Gute in ihnen sieht, dann erlebt man wahre Wunder <3
    Liebe Grüße
    Miriam

  7. Juni 1, 2017 / 9:51 am

    Ich finde den Winter auch gar nicht so schlimm. Am liebsten habe ich es aber, wenn es dann auch schneit und nicht nur grau und kalt ist 🙂

    Liebe Grüße,
    Claudia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.